Ver-rückte
Walliser Volkslieder
v
O l c h s c h O s c h t (dt. Volkskost) sind Volkslieder aus
dem Wallis, der Schweiz und dem deutschen Sprachraum - Balladen,
Liebes- und Heimatlieder in unerhört ausgefallenen Arrangements
von Javier Hagen und Andy Schnider - ein mutiger und berührender
musikalischer Blick auf vergangene Zeiten.
Andy
Schnider (Akkordeon) und Javier Hagen (Gesang) bilden ein Duo
seit 2001. In eigenwilliger Weise arrangieren sie Volkslieder
neu: Polymetrische Überlagerungen, asymmetrische Takte,
überraschende harmonische Wendungen, asketische, skurrile
und auch einfach schlicht zu Herzen gehende Arrangements wechseln
einander in dichter Folge und gewinnen den alten Liedern fernab
von Heimatseligkeit unerwartete Facetten ab. Fantasievoll verarbeiten
sie damit ihre musikalischen Wurzeln und schlagen mit ihren
ent-rückten Liedern eine humorvolle, gleichzeitig auch
nachdenkliche und zeitkritische Brücke zu unserer ver-rückten
Zeit. In ihrem Repertoire ist das wallisertiitscha Liädgüät
mit dem altertümlichsten noch gesprochenen deutschsprachigen
Dialekt besonders berücksichtigt. Ein Hauch Exotik, ihre
Virtuosität und überaus sympathische Art bescherten
ihnen in der ganzen Schweiz prominente Auftritte in renommierten
Konzertreihen und auf zahlreichen Kleinkunstbühnen, darunter
auch im Auftrag der Schweizerischen Kulturstiftung Pro Helvetia
für "echos. volkskultur für morgen".
(Walliser
Bote) 'Stiller Mond und Motorenlärm, oder: leise Kunst
vs. laute Wirklichkeit. Die musikalischen Betthupferl, welche
das Duo Andy Schnider und Javier Hagen in die späte Nacht
hinausmusizierten, fanden ein begeistertes Publikum. Herrlich
nostalgisch inszeniert - die Bürgerhausfassade vom Balkon
des seit Jahren leer stehenden Croci-Hauses wirkte bei nächtlicher
Scheinwerferbeleuchtung wie ein mächtiger Adventskalender
und liess Bilder von Minne- und Bänkelsänger aufkommen.
Leidenschaftlich, stimmungsvoll und äusserst vielseitig
vorgetragen, surreal arrangiert. Dass der Dorfplatz während
des Konzerts nicht für den Verkehr gesperrt wurde, verlieh
den Konzerten einen besonderen Reiz, weil gerade damit jene
Wirklichkeit widerspiegelt wurde, in der wir heutigen nun mal
leben: das Nebeneinander von Lied und Lärm, das Miteinander
von leiser Kunst und geräuschvollen Alltäglichkeiten.'
|